Am 20. April hat das „Netzwerk Süd“, gemeinsam mit dem Ministerium der Deutschsprachigen Gemeinschaft zu der Weiterbildung „Partnerschaftliche und häusliche Gewalt- wie man als Sozialarbeiter/in bestmöglich begleitet“ und zu einer gemeinsamen Pressekonferenz eingeladen.
Ziel der Weiterbildung war es:
- Fachkräfte für den Umgang mit Situationen intrafamiliärer Gewalt zu sensibilisieren
- ihre Kompetenzen zu stärken
- den Austausch zwischen den beteiligten Akteuren zu fördern
- die Arbeit der hiesigen Akteure sichtbar zu machen und deren Initiativen, Kampagnen sowie Präventionsmaßnahmen im Bereich der häuslichen Gewalt vorzustellen
In der anschließenden Pressekonferenz haben nicht nur die Referentinnen und Referenten ihre Themengebiete kurz vorgestellt, um das Thema breiter in die Öffentlichkeit zu tragen. Auch drei Akteure aus der DG konnten zu Wort kommen um ihre wichtige Arbeit und die existierenden Angebote sichtbar zu machen.
Ministerin Lydia Klinkenberg unterstrich die gesellschaftliche Bedeutung des Themas:
„Gewalt in Partnerschaften und im häuslichen Umfeld ist keine Randerscheinung. Sie betrifft Menschen in allen gesellschaftlichen Bereichen und hat oft schwerwiegende physische, psychische, soziale und wirtschaftliche Folgen. Umso wichtiger ist es, dass Fachkräfte Situationen frühzeitig erkennen, richtig einschätzen und Betroffene kompetent begleiten können. Mit dieser Weiterbildung wollen wir sie dabei unterstützen und gleichzeitig die Vernetzung der beteiligten Dienste weiter stärken.“
Neben den Fachvorträgen bot die Weiterbildung den Teilnehmern die Möglichkeit, Erfahrungen auszutauschen und bestehende Kooperationsstrukturen weiterzuentwickeln. Der interdisziplinäre Ansatz soll dazu beitragen, Betroffenen künftig noch gezielter und schneller die erforderliche Unterstützung zukommen zu lassen.
„Opfer partnerschaftlicher und häuslicher Gewalt müssen darauf vertrauen können, dass ihre Situation erkannt wird und sie schnell die notwendige Unterstützung erhalten. Dafür tragen Politik, Fachkräfte, Beratungseinrichtungen, Gesundheitsdienste, Polizei und Justiz gemeinsam Verantwortung. Diese Weiterbildung ist ein wichtiger Beitrag dazu, die vorhandenen Kompetenzen und Netzwerke weiter auszubauen“, sagte Ministerin Klinkenberg abschließend.